Dreizylinder - Expansions - Dampfmaschine
30 Jahre MK "Eisbrecher Stettin" Bonn


So arbeitet die Maschine der "STETTIN"
Hauptmaschine der STETTIN Je nach gewünschter Geschwindigkeit wird mit dem Fahrventil (nicht abgebildet), das sich vor dem Hochdruckschieber (rot) befindet, mehr oder weniger Dampf in den Hochdruck - Zylinder (rot/gelb) geleitet. Jeder Takt aller Kolben ist ein Arbeitstakt, d.h. die Schieber bestimmen, ob der Dampf über den Kolben oder unter den Kolben einströmt. Ist ein Kolben auf dem unteren bzw. auf dem oberen Totpunkt angelangt, wird der Dampfstrom durch die Schieber so umgelenkt, dass der Druck den Kolben in die andere Richtung bewegt. Der durch den Arbeitstakt entspannte Dampf (gelb) wird dem Mitteldruck - Zylinder (gelb/grün) zugeführt. Da dieser bei dem abgefallenen Druck die gleiche Leistung erbringen muss, ist sein Durchmesser erheblich größer, als der seines Vorgängers.  So kommt es, dass  die Durchmesser der Zylinder bei Expansionsmaschinen unterschiedlich sind. Nachdem der Mitteldruck - Zylinder gearbeitet hat, gelangt der noch weiter entspannte Dampf (grün) in den Niederdruck - Zylinder (grün/blau). Hat der nun gänzlich entspannte Dampf (blau) den ND - Zylinder verlassen, wird er dem Kondensator zugeführt. Hier wird der Restdampf in den Aggregatzustand "Wasser" heruntergekühlt, passiert ein Filter und wird in die Kessel zurück gepumpt. Der Wasserkreislauf ist geschlossen.

Die Umsteuerung von Voraus auf Zurück erfolgt mit einer Kulisse, die sämtliche Schieber in ihre inverse Stellung bringt. Damit kehrt sich der Dampfeinlass in die Zylinder um und die Maschine dreht in die entgegengesetzte Richtung. Diese Umsteuerung ist extrem schneller, als es bei Dieselmaschinen möglich ist.

Im unteren Teil der Abbildung befindet sich die Kurbelwelle (braun).

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